Hauptseite > Für die Besucher > Ausflugstips in Tanvald

Ausflugstips in Tanvald

Tanvalder Rundaussichtsweg

  1. Unser Weg beginnt im Stadtzentrum bei dem Hotel Koruna. Die Markierung führt uns auf der Hauptstrasse in Richtung Jablonec n. N., von der wir dann mit der roten touristischen Markierung abbiegen und durch den Bergfuss Muchov nach oben steigen.
  2. Die rote Markierung führt uns zum Aussichtsfels Terezínka (schöne Aussicht ins Tal des Flusses Kamenice, auf die Städte Tanvald und Desná). Von der Terezínka können wir noch weiter zur Gipfel Muchov steigen (787 m Seehöhe, eine Rundaussicht auf das Riesengebirge, Isergebirge, den Jeschkenkamm und den Berg Kozákov im Böhmischen Paradies).
  3. Wir gehen auf den Rundaussichtsweg zurück und wandern weiter nach Svárov, wo im Jahre 1870 ein Streik der Arbeiter aus der Liebigs Textilfabrik stattfand (Denkmal).
  4. Weiter gehen wir über die Brücke über die Kamenice nach der Markierung zur Felsenaussicht Šulíkova sklála (eine Aussicht ins Kamenice Tal, auf die Tanvalder Plattenbausiedlung Výšina, hinter der der Spitzberg steht - 831 m Seehöhe, Winterskizentrum, im Hintergrund liegt die Stadt Smržovka, südlich dann Velké Hamry und in der Weite der Bergrücken Kozákov).
  5. Der markierte Weg führt uns ins Tal des Flusses Desná. In der gleichnamigen Stadt können wir das Angebot der Restauranten und Geschäften im Zentrum aussnutzen. Wir setzen in die Ortschaft Žďár, ein Teil der Stadt Tanvald, fort.
  6. In Žďár verbindet sich unser Weg mit der grünen touristischen Markierung. Mit Hilfe dieser Markierung können wir zum Gipfel Spitzberg steigen (831 m Seehöhe, eine Berghütte und ein Aussichtsturm aus dem Jahre 1909, eine breite Aussicht). Vom Spitzberg kehren wir zum Rundaussichtsweg zurück und gehen durch den Wald zur Strasse, die Horní (Ober) Tanvald mit der Plattenbausiedlung Výšina verbindet. Unter der Strasse ist das Tanvalder Motocrossareal, wo alljährlich ein Rennen der Meisterschaft ČR in Trial stattfindet. Durch die Plattenbausiedlung kommen wir bis zum Rathaus (ein Sezessionbau aus den Jahren 1908 - 1909) und dann runter ins Zentrum, wo unsere Wanderung endet.

Die nähesten Aussichtstürme im Isergebirge

Die Aussichtstürme sind beliebte Ausflugsziele im Isergebirge. Selten wo wurden im so kleinen Raum soviel Aussichtstürme gebaut. Schon seit dem vorigen Jahrhundert bauten sie sowohl die reichen Herrschaftsbesitzer, als auch später verschiedene Touristenvereine. Von 26 Aussichtstürmen, die im Gebiet rund um Jablonec und Liberec gebaut wurden, stehen heute noch elf Türme. Sie sind meistens für die Öffentlichkeit geöffnet. Einige Aussichtstürme befinden sich auch in der Tanvalder Umgebung.

Tanvaldský Špičák (Tanvalder Spitzberg, 831 m) 

Ein traditionelles Ausflugsziel ist schon ein hundert Jahre der Berg Špičák, der zwischen Tanvald und Albrechtice steht. Schon im Jahre 1886 stand hier eine Gaststätte, die im Oktober 1905 ausbrannte. Im August 1889 wurde hier ein Aussichtsfels zugänglich gemacht. Den Aussichtsturm liess der Deutsche Gebirgsverein für das Jeschken- und Isergebirge (DGJI) bauen. Der Turm wurde am 4. Juli 1909 feierlich geöffnet und er trug den Namen Jubileumsaussichtsturm des Kaisers Franz Joseph den Ersten, zur Ehre der sechszigjährigen Herrschaft des Monarchen. Schon in einem Jahr wurde bei dem Turm noch eine Berghütte gebaut. Das heutige Aussehen gawann die Hütte im Jahre 1930. Am Špičák fand im Jahre 1890 eine unbewilligte 1. Mai-Feier mit grosser Teilnahme deutscher und tschechischer Arbeiter statt. Diese Tradition, am 1. Mai auf den Špičák aufzusteigen, erneuerte im Jahre 2000 der Verein der bürgerlichen Zusammengehörigkeit "Glocken". Špičák ist heute ein bekanntes Skizentrum mit mehreren Abfahrtspisten. Auf seinem Gipfel ist seit dem 7. Dezember eine Kamera, die das Wetter in der Umgebung zeigt. Aktuelle Informationen übers Wetter rund um Špičák sendet der Fernsehkanal ČT 2 im Programm Panorama morgens von 8.00 bis 8.30 Uhr. 

Štěpánka (Berg Hvězda, 958 m n.m.)

Die Štěpánka wird als der schönste Aussichtsturm des Isergebirges genannt. Er steht auf dem Berg Hvězda (Stern) über der Ortschaft Příchovice. Im Jahre 1847 begann mit seinem Bau der Herrschaftsbesitzer Herzog Kamil Rohan zur Ehre des Besuchs des Landesverwalters, Erzherzogs Stephan. Inmitten der Arbeit stellte er den Bau ein. Nach der Volkserzählung kam es dazu wegen einer Weissagung einer Zigeunerin, die ihm den Tod weissagte, sobald er den Turm beendet. Der unbeendete Turm wurde hinfällig und von den Vandalen vernichtet. Erst im Jahre 1888 kaufte das Grundstück die Gemeinde Příchovice und DGJI aus Kořenov nahm an sich die Aufgabe, den Turm neu aufzubauen. Die feierliche Eröffnung fand am 14. August 1892 statt. Der Herzog Rohan kam damals nicht, nicht lange danach starb er wirklich. Die Leute nannten den Turm Štěpánka nach dem Namen des Erzherzogen Stephan. 

Bramberk (783 m n. m.)

Zum Aussichtsturm Bramberk kommen wir mit der roten touristischen Markierung aus Lučany nad Nisou, oder auf den markierten Wanderwegen aus Horní Maxov oder Josefův Důl. DGJI aus Lučany baute hier im Jahre 1889 ein 16 m hohen Aussichtsturm auf, drei Jahre danach noch eine Berghütte. Der Verein wollte aber einen Steinturm. Seine Eröffnung fand am 16. Juni 1912 statt. Dank der starken Konstruktion und dem harten Stein dient er den Touristen noch heute, sowie auch die Hütte. 

Slovanka (820 m n.m.)

Zwischen Horní Maxov un Janov nad Nisou steht der Aussichtsturm Slovanka. Im Jahre 1887 öffneten ihn für die Öffentlichkeit die DGJI Sektionen aus Jablonec, Janov und Horní Kamenice. Es war damals der erste eiserne Aussichtsturm im Böhmen. In den vorigen Jahren wurde der Turm hinfällig und wurde für die Besucher geschlossen. Im Jahre 1999 kaufte ihn die Gemeinde Lučany und mit der Hilfe der freiwilligen Spender und Helfer reparierte sie den Turm und machte ihn zugänglich. 

Královka (859 m)

Ein Steinturm, der sich über Bedřichov und Janov erhebt, hatte schon im Jahre 1888 einen holzernen Vorgänger. Als ihn im Jahre 1906 ein Sturmwind vernichtete, bestellte der DGJI aus Janov ein Projekt für den Steinturm. Er wurde am Anfang des Septembers eröffnet. Im Jahre 1934 baute man zu ihm noch ein Berghaus, das das vom Brand vernichtete Gasthaus ersetzte. Královka bietet eine der schönsten Aussichten im Isergebirge an.

Černá Studnice (869 m n.m.)

Černá Studnice (Schwarzbrunnen) hatte seit jeher für die Gablonzer gleiche Bedeutung als der Jeschken für Liberec. Schon im Jahre 1885 war hier am Gipfelfels eine Aussichtsplattform mit einem Treppenhaus. Die gablonzer Touristen strebten seit dem Anfang des Jahrhunderts nach dem Bau des steinernen Aussichtstürmes und einer Hütte. Die feierliche Eröffnung fand mit der Teilnahme von sechs tausend Leuten am 14. August 1905 statt. Seitdem ist der 26 m hohe Turm, ein beliebtes Ausflugsziel. Aus Tanvald führt zu ihm die rote touristische Markierung über den Schwarzbrunnenkamm, der Weg ist cca 6 Kilometer lang.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Terezínka (600 m n. m.)

Ein Aussichtsfels auf dem Abhang des Berg Muchov wurde als ein gemauerter Aussichtsplatz mit einem Treppenhaus im Jahre 1853 eingerichtet. Der Besitzer der Tanvalder Spinnerei Johann Meyer lies sie aufbauen und gab ihr den Namen seiner Frau Teresie. Meyer, der mit seiner Familie in Wien lebte, lies auch im Jahre 1845 die nähere Villa Bálovka als ein Ferienhaus aufbauen. Terezínka ist aus Tanvald gut zugänglich mit dem rot markierten Wanderweg. Die Wanderung kann man noch verlängern um den Aufstieg auf den Berg Muchov (787 m), wo nach einer Sage ein guter Isergebirgsgeist Muhu siedelt.

Kamenice-Tal (Kamnitztal)

Der rot markierte Wanderweg (Palacký Weg) führt die Touristen über Velké Hamry und Plavy ins romantische Tal des Bergsflusses Kamenice (Kamnitz), der hier zwischen Felsen bis zum Zusammenfluss mit der Iser in Spálov durchfliest. Den Ausflug kann noch der Besuch der Burgruine Navarov bereichern, die sich über dem Tal nicht weit von der Eisenbahnstation Navarov erhebt. Die Rückfahrt mit der Eisenbahn, die durch das Tal hinaufführt, wird sicher die Kinder und Erwachsene begeistern. Die tüchtigeren Touristen können aus Spálov noch zu Fuss entlang der Iser nach Semily weitergehen. 

 

Wasserfälle Černá Desná (Schwarze Desse)

Schöne Natur finden die Touristen in Desná. Der rote Markierungsweg führt sie zum Kulturhaus Sklář, hier biegen sie nach links ab und entlang des Flusses Černá Desná gehen sie ins Tal dieses Bergflusses. Den Weg lies die Stadt Desná errichten und im September 2000 hat sie hier einen Lehrpfad "Wasserfälle Černá Desná" zugänglich gemacht. Auf dem rot markierten Wanderweg kann man zur Talsperre Souš (Darre) aufsteigen. 

 

Protržená přehrada ("Die durchgebrochene Talsperre")

Die Talsperre auf dem Fluss Bílá Desná (Weisse Desse) in 800 m Seehöhe wurde im Juni 1915 eingelassen. Im nächsten Jahr durchbrachte sich ihr geschütteter Damm und das Wasser verursachte in Desná eine vernichtende Katastrophe, bei der 62 Leute starben und viele Häuser und Fabriken zerstört wurden . An dieses Ereigniss erinnert ein Gedenkstein im Zentrum von Desná mit einer Gedenksplatte aus dem Jahre 1937. Bis zum heutigen Tage steht der Turm und die Dammreste sind auch sichtbar. Auch ein Untergrundstollen, der das Wasser in die Nachbartalsperre Souš führte, blieb erhalten. Der Stollen dient als ein Winterquartier für die Fledermäuse. Zur "Durchgebrochenen Talsperre" führt ein gelb markierter Wanderweg, zu dem kommen die Touristen von der Strasse, die an der Talsperre Souš vorbeiführt. 

Jizerka (Klein Iser)

Die höchst liegende Ortschaft im Isergebirge (840 - 900 m) wird von Touristen, Skiläufern und Radfahrern als Ausflugsziel sehr besucht. Im 16. und 17. Jahrhundert war Jizerka ein aufgesuchter Edelsteinfandort. Im 19. Jahrhundert wurden hier zwei Glashütten gebaut, die Glasproduktion existierte in Jizerka bis zum Jahre 1911. Aus der älteren Hütte sind heute nur Trümmer, die jüngere aus dem Jahre 1866 steht noch, in dieser ist eine Pension. Besuchswert ist das Museum - das Infozentrum des Tschechischen Naturschutzvebandes, wo man die Geschichte und Anwesenheit des Isergebirges kennenlernen kann. Das Museum ist nur im Sommer samstags und sonntags geöffnet. Intersessant ist auch das sogenannte Misthaus, in dem der Globetrotter Gustav Ginzel lebt und den Besuchern seine Sammlung von Souveniers und Kuriositäten zeigt. Das Misthaus wurde im August 1995 vom Brand vernichtet, auf dem Ort steht heute seine treue Replik. 

Bozkover Dolomithöhlen

Ein Untererdelabyrinth mit den bizarren Tropfsteinen wartet auf die Besucher in den Dolomithöhlen, die sich nicht weit von der Gemeinde Bozkov im Kreis Semily befinden. Aus Tanvald kann man mit dem Zug in Richtung Železný Brod fahren, in der Station Jesenný aussteigen und mit dem grün markierten Wanderweg zu den Höhlen aufsteigen. Die Besichtigung dauert 45 Minuten und ist nicht anspruchsvoll. Die Höhlen sind ganzjährig geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 8 bis 15 (im Sommer bis 16 Uhr). Samstags und sonntags ist nur seit Anfang Mai bis Ende Oktober von 8 bis 16 Uhr geöffnet. 

Harrachov

Das Touristik- und Skizentrum des westlichen Riesengebirges, ein Bergstädtchen mit der langen Glasindustrietradition. Eine Glashütte mit der traditionellen Handerzeugung, ein Glasmuseum. Ein breites Restaurants- und Unterkunftsangebot. Mehrere Skilifte und Abfahrtspisten, die Sesselbahn auf den Teufelsberk (Čertova hora, 1022 m). Ein Ausgangspunkt vieler Wanderwege. Aus Tanvald mit dem Bus, Zug und mit dem Auto auf der Strasse E 65 erreichbar, 16 Kilometer entfernt.

Josefův Důl (Josefstal)

Eine ruhige, sehenswürdige Gemeinde im Kamnitztal, schöne Landschaft, über Josefstal eine grosse Trinkwassertalsperre, romantische Wanderwege, im Winter viele Skimöglikeiten, viele Unterkunftsmöglikeiten. 

Tanvalder Sehenswürdigkeiten

Die Zahnradbahn

Auf der Strecke zwischen Tanvald und Harrachov überwindet der Zug ein paar hundert Meter Überhöhung. Auf dem sieben Kilometer langen Abschnitt Tanvald - Kořenov nutzten früher die Lokomotiven eine Zahnaradbahn aus. Heute fahren hier normale Züge. Die Zahnradbahn ist seit dem Jahre 1992 ein Kulturdenkmal. Die Strecke führt durch eineige Tunells und überwindet den Fluss Iser auf einer hohen Brücke. In den Jahren 1991 - 1992 setzten die Eisenbahnfans die 47 Jahre nicht ausgenutzte Strecke aus Harrachov über die Staatsgrenze in die polnische Stadt Szklarska Poreba in Betrieb. Im Jahre 1997 legte die Leitung der Tschechischen Bahn den Eisenbahnbetrieb zwischen Tanvald und Harrachov still. Im Jahre 1998 setzte diese Strecke eine Privatfirma GJW aus Prag in Betrieb, heute betreibt die Strecke wieder der Tschechische Bahn. www.zubacka.cz 

Kostel sv. Františka z Assisi

Die Kirche Franz von Assisi Die Kirche steht inmitten des Stadtteiles Šumburk. Der Grundstein wurde im Jahre 1899 gelegt, die Kirche wurde am 15. August 1901 feierlich eingeweiht. Den Namen von Franz von Assisi trägt die Kirche seit dem Jahre 1918. Die Glocken aus dem Kirchenturm wurden während des Krieges konfisziert. Im Jahre 1993 gewann die Kirche zwei neue Glocken. 

Das Rathaus

Ein Gebäude im Jugendstil entstand im Jahre 1908 - 1909 in 16 Monaten , vier Jahre nach der Erhöhung Tanvalds zur Stadt. Im Jahre 1939 siedelte im Rathaus ein Arbeitsamt, nach der Vereinigung der Kleinstädte Tanvald und Šumburk im Jahre 1942 diente das Rathaus für verschiedene Schulungen, während das Rathaus für beide Städte in Šumburk war. Interessant sind die farbigen Fenstervitragen am Treppenehaus und im grossen Sitzungssaal. Die Stadt lies das Rathaus im Jahre 1993 rekonstruieren. 

Ehemaliges Bezirksgericht

Das rekonstruierte Gebäude im Stadtzentrum ist heute der Sitz des Stadtärztezentrums, der Stadtbibliothek, des Arbeitsamtes, des Finanzamtes und anderer Institutionen. Das Bezirksgericht wurde in Tanvald im Jahre 1850 eingerichtet, sowie das Postamt und der Gendarmerieposten. Das Gerichtsgebäude, in dem auch ein Gefängnis war, stammt aus dem Jahre 1908, bis zu dieser Zeit siedelte das Gericht in einem anderen Haus.